Der Tag des In-die-Kissen-heulens – Harzt-IV am Hals und Baumharz auf dem Kopf

Angelina hatte Brecherchen. Bei dem Kissen selbstverständlich. So ein hässliches Kissen haben wir seit Ur-Omas Beerdigung lange nicht mehr gesehen. Angelinas Freund hat ihr ein Kissen mit seinem Kopp vor Tannenbaum und den zwei schwulen Rüden mit ins Dschungelcamp gegeben. Als wir dieses Kissen sahen, wussten wir nicht, ob wir lachen oder weinen sollten. Angelina hat sich fürs Heulen entschieden, weil sie alle vermisst, aber nun mal das Geld für die Familie und das Fresserchen verdienen muss. Scheiß Lage, würde ich vermutlich auch Sentimental werden. Aber gut, dass wir daran teilnehmen dürfen. Wissen wir so doch, dass es anderen noch beschissener geht, als uns.

Auch traurig: Patricia weiß nicht, was ein #Hashtag ist, hat aber schin mal einen neuen Künstlernamen. „PhoenixP“, Hashtag Hacksteak. Oder Patricia Phoenix, das weiß sie noch nicht genau. Sie hat offenbar eine Identitätskrise, da sie sich im Schatten ihren weltberühmten Vaters Robero Blanko wähnt. Da kann man ihr nur zurufen: Am besten ist es dann, ins Dschungelcamp zu gehen. Ach, bist du ja schon.

Nur Rumsitzen und tratschen

Noch hat das Lästern im Camp nicht begonnen. So lange reden die Promis immer über sich selbst. Zum Beispiel Maren. Nur Rumsitzen und tratschen das wäre nicht für sie. Maren wartet darauf, den Menschen zu treffen, mit dem sie tiefer gehende Gespräche führen kann. Vor laufender Kamera natürlich. Klaro. Doch hat sie nie den Mann ihrer Kinder kennen gelernt. „Offenbar ist es in Deutschland immer noch einfacher ein E zu kaufen, als ein Kind“, kommentiert Daniel sehr zurecht.

Hartz-4 auf dem KopfHarzt-IV am Hals und Baumharz auf dem Kopf

Rebecca hat ne Insektenfarm auf dem Kopf. Gelb und hart. Eine Notoperation ergab, es war Baumharz. Aber nicht Hartz-IV, das hatte sie zuhause, aber nun bekommt sie ja im Dschungel genug bezahlt. So löst man zwei Fliegen mit einer Klappe. Apropos Klappe …

11 Promis auf der Suche nach dem Idealgewicht.

„Ich hab mich überschätzt – große Klappe, nichts dahinter.“ Sara tropft vor Selbsterkenntnis nach dem Sie bei ihrer 2. Dschungelprüfung komplett versagt hat. Sie ist eine würdige Nachfolgerin für Larissa und Sarah Knappig. Nervt total. Jung und dumm und Mediengeil. Fatale Mischung. Dann lieber Walter: Alt und geil und Mediendumm. Aber zu dem kommen wir später.

Sara, der Opfer der Nation. Ist uns 50 Cent wert, dass sie bei der Dschungelprüfung abkackt. Walter vermutet, Sara und Angelina haben so Playboy-Beef oder so, was zumindest Angelina bestreitet. Im Camp geht die Mär, dass Sara die stärkere Persönlichkeit sei. Was Sara alles für Liebe und Anerkennung tun muss, au weia. Die hat aber Angst, dass da was Schlimmes passiert. Also in der Dschungelprüfung. Es scheint mal wieder alles durcheinander. Aber so kennen und lieben wir das Dschungelcamp.

„Eigentlich bin ich schon stark, weil ich habe schon viel Scheiße gefressen im Leben“, nervt uns Sara.
„Eigentlich müsste ich mehr Angst haben vor den Menschen, als vor den Tieren da drinne.“ Nur weil für sie angerufen wird. So hat sie tatsächlich Angst, als gebrochene Frau aus der nächsten Dschungelprüfung herauszukommen. Braucht sie sich aber keine Sorgen machen, da sie ein Mädchen und keine Frau ist.

Dr. Bob versucht es vor ihrer Dschungelprüfung denn auch mit magischen Worten aus dem „Positiven Denken“. Kann das bei Sara wirklich helfen? Nein.
„Ich kann das nicht.“
„Ich kann das nicht. Ich weiß es nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das alles nicht. Ich kann das nicht alles … Ich bin ein Star, holt mich hier raus. Ich bin zu schwach dafür, glaub ich. Ich will nach Haus.“

Richtig. Mach das.

sara-und-dr-bobPsychologe Dr. Bob und das schwarze Loch unter dem Helm

Und was macht Gollum Walter? Walter macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. „Walter kennt zu jedem Thema ne bomben Story über sich selbst.“

So findet er zum Beispiel, dass er für die „Generation Sara“ fast ein Idol wärw und die ihn alle kennen und ständig um Autogramme bitten würden. Dann zergeht die Seepocke und Selbstmitleid und heult uns voll. Zwei Jahre arbeitslos, 1500 Euro Rente abzüglich Krankenkasse.
„Man muss nur mal auf meine Homepage gehen, da steht dann alles.“
Nein danke, Walter.

Er spricht mit uns Zuschauern: „Ich hab noch viel Kraft und Energie. Vielleicht können sie die ja umsetzen, in Bare Münze.“
Hä? Wer ist tot?

Walter findet, dass mit Markus Lanz ein falscher Charakter „WETTEN, DASS …“ kaputt gemacht hätte. Er wäre wohl der richtige gewesen, jedenfalls will er genau so eine Shoe im Fernsehen haben. Oder so eine wie Jauch, er meint wohl „Wer wird Millionär“. Oder die politische Talkshow? Vielleicht werden wir es nie erfahren.

Aber Walter meint das ernst. Er hätte tausende Bewerbungen geschrieben und an alle Sender geschickt, doch es hagelte nur Absagen. Wir hätten gerne Mal eine solche Bewerbung gesehen. Abgesehen davon, dass niemand einen buckligen alten Mann in einer großen Show als Moderator sehen will. Hat kein Glamour. Aber davon versteht Walter nichts. Ihm haben die Jahrzehnte beim RTL nicht gut getan, der nun leidet er vermutlich bis ans Lebensende an Nikotinsucht und Vermessenheit, gnadenloser Selbstüberschätzung. Es ist ein Trauerspiel. Eigentlich müsste man aus Pietätsgründen abschalten, wenn Walter das Wort erhebt. Aber es ist einfach zu unterhaltsam.

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