Tag 2: Das ist alles so echt. So widerlich.

Sagte sie tatsächlich, die Larissa, die wir jetzt so lange zur Dschungelprüfung schicken, bis sie Schwarz wird. Oder zur Vernunft kommt. Oder von ihrer Neurose geheilt ist. „Wollt ihr mich verarschen?“, fragte Frau Ohnescheiß am 2. Tag des Dschungelcamps 2014. Sie kriegt offenbar nicht mit, dass sie sich den Scheiß selber eingebrockt hat. Deshalb muss sie auch dauernd feststellen, dass das Dschungelcamp real ist und kein Fake, wie manch Verschwörungstheoretiker in seinem dämlichen Weblog nachweisen wollte. „Das ist alles so echt. So widerlich.“

Larissa spielt also die Hauptrolle. Und zwar eine, die ihren Eltern peinlich sein müsste. Oder schauen wir einfach nur einer voll erblühten Neurose zu? „Sie tut mir schon ein Bisschen leid, denn solche Leute landen irgendwann noch im Irrenhaus“, gibt Winfried der Nation zu bedenken. „Sie ist er 21!“, wirft Der Wendler. Aber es sind ja nicht alle so gestört. Denn nicht alle junge Camp-Insassinnen würde von Heidi Klum auf die schiefe Bahn gebracht. „Jetzt reiß dich mal zusammen!“, schimpft die Melli.

„Ich kann die Melli verstehen. Nein, ich kann sie gar nicht verstehen.“, erzählt sich Larissa irgendwie selbst vor der Dschungelkamera. Sie hätte sich mal die Verträge durchlesen sollen und sich Ich bin ein Star – holt mich hier raus! mal vorher anschauen sollen. Bingo. Aber zu spät. Jetzt sitzt sie im Dreck mit ihrem Alabaster-Körper und dem Dachschaden. Aber: „Die Leute fühlen sich unterhalten.“ Genau so ist es.

„Ich möchte eigentlich gar kein Körperteil von Mitspielern sehn.“

Heimliche Körperteile.

Heimliche Körperteile.

Jochen ist eben kein Fernsehzuschauer. Winfried hatte sich zu früher Morgenstund aufgemacht und geduscht, weil dann niemand zuschaut. Hahaha. Aber wir kommen ab vom Thema. Außerdem: Die Sendung ist mit einer Stunde viel zu kurz. Wir lernen die anderen gar nicht richtig kennen, sondern immer nur die dämliche Klum-Tante. Was sagte Winfried ganz recht: „Larissa hat einen ziemlich nervigen Lebensentwurf.“ Das sollten sich die ganze jungen Mädels mal hinter die Rotzlöffel schreiben. „Wenn du eine neurotische Störung hast, dass du das nicht kannst, dann darf sie das schon aus Verantwortung ihrem Körper gegenüber nicht zulassen.“ Winfried vergaloppiert sich schon mal, aber das sei dem Dschungel geschuldet. Aber so viel ist klar: „Ich frage mich manchmal, ob sie das wirklich als grandiose Nummer spielt. Weil das wäre dann wirklich phänomenal.“

„Nee, die ist bekloppt,“ ruft Melanie. Und um noch mal auf was anderes zu sprechen zu kommen – sie unterhält sich mit Mola über den Wendler – sagt sie:

Der Wendler ist manchmal einfach Scheiße.“

Mola erzählt eine Geschichte, bei der er durch den Wendler herbe Verluste gemacht hatte. Er hat Wendler am 11.11.2011 in Köln gebucht und 10.000 Plakate drucken lassen. Aber wurden nur 43 Tickets verkauft. Der Wendler wollte trotzdem auftreten und bestand auf seiner vertraglich vereinbarten Vorkassen, die laut Mola über 10.000 Euro betrug. Das ist natürlich dumm gelaufen. Wäre Der Wendler großzügig, hätte er die Sache abgeblasen und auf sich beruhen lassen. Aber, nein. Es ist aber sein gutes Recht auf eine vertragliche Vereinbarung zu bestehen. „Es gibt Politiker, die zurücktreten. Es gibt Künstler, die sich das Leben nehmen. Und dann gibt’s den Wendler.“

Der Wendler wird kritisiert und es werden Zweifel an seiner Authentizität wach. Melanie meinte, den wahren Wendler, den Menschen noch gar nicht gesehen zu haben, sondern immer nur den Wendler. Darauf der: „Ich war kein Tag Der Wendler!“
Türlich nicht.

Aber Melanie spielt mit unfairen Mitteln. Sie öffente die untereste Schublade und fand dort die alte sehr untereste Galosche und sprach: „Er hat ja auch ein Kind in Dresden.“ Ein unbekanntes Kind, ein „uneheliches“, so wie Schwarzenegger, Becker, Seehofer und Beckenbauer. Selbst wenn es so wäre, geht das sie – und uns – überhaupt nichts an. Und sie kann nicht einfach vor der Fernsehnation in einem Nebensatzaufstellen eine Behauptung, für die sie jeden Beweis schuldig bleibt. Nein, das war nicht die feine englisch. Also lasst sie uns zur nächsten Dschungelrpüfung wählen.

Dann heult Wendler die Dschungelkamera voll. Es ist ein Elend und wir wollen das gar nicht sehen. Weil wir eh nicht unterscheiden können, wer jetzt wer ist. Er scheint sich Schicht für Schicht selber zu erlegen. Nach dem Zwiebelprinzip, wie Sonja meint. Was bleibt, nach dem man eine Zwiebel Mantel um Mantel entfernt, ist nur mit buddhistischem Wortschatz zu beschreiben.

Pleite ist er wohl nicht, Der Wendler. Er hat offenbar ein geschicktes Finanzgebäude erbaut, bei dem alles seiner Frau und Jugendliebe gehört. So macht das alles auch Sinn: Der Wendler ist gefangen in sich selbst. Vielleicht kommen ihm deshalb die Tränen. Tränen? Ich habe keine gesehen. Vielleicht ist er der Schauspieler.

„Man sucht die Freunde. Jemanden, der einen unterstützt. Und das waren eben meine Fans, die mich unterstützt haben.“ Alles klar. Arme Sau.

„Ich kann nicht kacken ohne Kaffee.“

Models haben Verstopfung, so viel ist klar. Also ab in die Versenkung mit ihr. Sie musste bei ihrer 2. Dschungelprüfung in ein Loch Sterne suchen. Was für ein Bild für ihre eigene „Karriere“. Sie spielte dort den Film „Heldinnen – wenn dein Land dich nicht mehr haben will.“ Und kreischt in den Urwaldboden.

„Warum kreischt du denn so, Larissa?“
„Weil die dann weglaufen, die Ratten!“
KREISCH! KREISCH!
Was habe ich gelacht, weil das so bescheuert war!
„Hat die Ratte grad mit dem Kopf geschüttelt?“

Nach der Prüfung kamen die Tränen. Das kennen wir vom Wendler schon, nur das der eher jammert. Ist ja auch ein Kerl. Ein ganzer Kerl. Und Larrissa?

„Weint die jetzt?“
„Die ganze Zeit.“

„Und Tanja und Corinna? Ich verwechsel die immer …“
Corinna ist die lustige von den beiden!“

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