Tag 10: Pussycamp an der Todesgrenze

Marco im Aalbecken

„Die Mägen im Camp hängen so tief, wie Winfried Tränensäcke früher.“ Es gibt eigentlich nur noch zwei Promis im Camp, die nicht heulen: Jochen und Winfried. Der Rest jault, heult und zetert mit dem Schicksal, beschwert sich, übertreibt, will raus oder doch nicht und kann Drama, Baby, Drama. Marco hats nach seiner Dschungelprüfung zerlegt, denn er war laut Mola an der Todesgrenze. Tanja bettelt um keine Anrufe, Melanie heult bei Julians Abschied sich das Silikon aus den Augen. Ja, der Julian ist raus und weint ebenfalls wie ein Schlosshund: „Ich freu mich so!“

Hätten wir aber nicht gedacht, dass Julian weniger Anrufe als Tanja bekommt und noch vor ihr das Dschungelcamp verlässt. Aber er wollte es so. Na, bitte schön. Überhaupt: Tanja will raus, Mola, Julian, Wendler ist schon – noch jemand ohne Fahrschein? Was ist nur aus unseren C-Promis geworden. Das Dschungelcamp mutiert zum Pussycamp. Das hats doch früher nicht gegeben. Oder hat Désirée Nick doch recht, wenn sie meint, das wäre heutzutage nur noch Schrottpromis? Wahrscheinlich. Jedenfalls vermisse ich die Gruppendynamik

KLEE „Adieu“

„Heul. Da ist so viel Herzlichkeit in der Luft“

Winfried bringt es auf den Punkt, als die Liebesbriefe am Lagerfeuer verlesen werden und alle unglaublich gerührt sind. Diese Gefühlsduselei in aller Öffentlichkeit ist nur schwer zu ertragen. Man ist gerade mal 9 Tage im Camp und tut so, als hätte man jahrelang keinen Kontakt zu seinen Lieben gehabt.

Winfried, der sich vom Camp-Wiesel zum Liftboy gemausert hat, lässt uns teilhaben an seiner Schönheitsoperation. Und zwar hat er sich die Tränensäcke machen lassen, was er sehr nachvollziehbar erklärt. War schmerzhaft und teuer, versichert er uns. Und kein Vergleicht mit Lippenaufspritzen, Fettabsaugen, Kinnstraffen oder Monstermöpsen, die man vorn dran baut um ins Fernsehen zu kommen.

Bear’s Den „Pompeii“

Der Schauspieler kümmert sich um die verpeilte Larissa, die das Hotel ihrer Eltern berühmt gemacht hat. Nun gibt Winfried eine Lehrstunde in Dschungelkunde: Er erklärt Larissa die Funktion einer Petroleumlampe. Hoch interessant.
„Willst du es sehen, so richtig wie es brennt?“
Larissa: „Wieso war die kaputt? Die sind ja alle kaputt?“
„Ja, die müssen alle nachgefüllt werden.“
„Aber mit was nachgefüllt?“
„Mit Petroleum und sie müssen gesäubert werden.“
„Ja, aber wo kriegen wir Petroleum her?“
„Haben wir hier in der Ecke. Du kannst die nächste sauber machen. Willst du es machen?“
„Das ist so kompliziert.“
Eine Offenbarung. Aber sie schafft es und freut sich.

Marco hätte was Anständiges lernen sollen

Nun findet er sich in einer Dschungelprüfung wieder, die ihn an die Todesgrenze (Mola) führt. Und die ihn tatsächlich als Softie (Gabby) bestätigt. Während sich Jochen locker die Tiere in den Mund stecken würde, findet Marco hernach: „Wenn ich ein Bisschen ein Mädchen wäre, würde ich jetzt ein Bisschen weinen.“ Wir Zuschauer verstehen nicht recht und finden das … unangemessen. Soooo schlimm war seine Prüfung nun auch wieder nicht.

Die Dschungelprüfung hieß „In die Enge getrieben“ und kann schon mal Ängste auslösen. Der 29-jährige Sänger musste in einem Glas-Tunnel, bestehend aus drei Kammern, insgesamt acht Sterne erkämpfen. In der ersten Kammer befanden sich acht, farblich markierte Schlüssel, sowie unzählige Spinnen, Kakerlaken und Grillen. Dort musste er sich jeweils einen Schlüssel schnappen, mit dem er durch die beiden anderen Kammern kroch. In der zweiten Kammer warteten neben einigen kleineren Schlangen auch eine riesige Olivpython. In der letzten Kammer, die fast bis oben mit Wasser, Aalen, Flusskrebsen und Schlammkrabben gefüllt ist, waren mit Hängeschlössern verschlossen, farblich markierte Boxen. In den Boxen waren die Sterne. Öffnete er mit dem richtigen Schlüssel das Schloss, konnte er den jeweiligen Stern einstecken. Jeder Stern, den er so in einem Beutel sammelte, war ihm sicher. Zehn Minuten hatte der Österreicher Zeit für diese Aufgabe. Nur 5 Sterne hat er geschafft.

Hinterher war der sprachlos, fand es schlimm, war an seine Grenzen gekommen und hat richtig, richtig Angst gehabt. Er war ein richtiger Anti-Mola. Hat nicht abgebrochen und gibt seine Überforderung zu. Jault eben anders als der Ex-Moderator.

Larissa: „Marco, du bist ein Held.“
„„Das Wasser war das Schlimmste. Ich wollte schon bei den Spinnen liegenbleiben, das war das Angenehmste.“ Während Marco berichtet, liegt Mola versteinert auf seiner Pritsche und hört erschrocken zu. Dann wurde Mola endlich erlöst und rausgewählt.

Er selbst jubelt, Twitter jubelt, alles jubeln: Mola ist raus. Wir sind ihn los. Der Unsympath und Großmeister des Versagens bekam die wenigsten Stimmen vom Publikum und darf ins Hotel sich schämen.

Und sonst noch: BLArissa ist wieder im Krieg mit dem Dschungel und will sich bei einem Kampf mit einem Mörderkäfer das Handgelenk gebrochen haben. Gabby zu Winfried: „Hast eben was Gemeines gesagt?“
„Ich habe ARZT gesagt.“
Eben.

Johnny Cach „One“

Winfried und Jochen sind meiner Meinung nach die einzigen „Normalen“ im Camp!

Spruch des Tages: „… Tanjas großartige Merkel-Parodie: nichts machen und trotzdem wiedergewählt werden!“

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