Dschungelcamp Tag 14 – Mathieu und Indira lästern sich raus

Alle Lästermäuler haben das Dschungelcamp jetzt verlassen. Zuletzt Indira und Mathieu, die sich in dieser Woche von ihrer hässlichen, abscheulichen Seite präsentierten. Sie zerrissen sich ihre Mäuler über den armen Peer, der zwar Schwäche gezeigt hatte, aber niemanden und schon gar nicht den beiden, etwas Bösen getan oder gewollt hatte. Die Zuschauer riefen für die beiden nicht mehr an und bewiesen dadurch Moral, Herz und Menschlichkeit. Von allen Arschlochisten ist nun nur noch Jay („Ich wollte nie Dschungelkönig werden!“) im Camp. Doch der wird vermutlich heute raus gewählt, Trotz seines V-Körpers machte auch Jay zuletzt eine schlechte Figur. Er lästerte zwar nicht ganz so fies, findet aber nicht zu seiner moderaten, aufrechten Form zurück.

Lästern was das Camp hält - Mathieu und Indira am Dschungelfeuer
Wir erinnern uns: Mathieu ging ins Dschungelcamp, um uns zu zeigen, dass er nicht dieses arrogante, intelligente Arschloch ist, für das er oft gehalten wird. Wir wunderten uns Mit Dirk Bach noch: Intelligent? Wer hat das behauptet? Leider konnte Mathieu („Mathieu + Peer = Jesus + Petrus: ‚Du hast mich dreimal verleugnet…‘„)den Vorwurf nicht entkräften. Im Gegenteil. Weil er von dem Anti-Peer-Trip überhaupt nicht mehr runterkam, nicht im Ansatz versuchte, Distanz zu der Krise herzustellen; weil er auf dem Höhepunkt des Mobbing großmäulig darauf bestand, das Sarah gefährlich und wie ein Virus sei; weil kein Verständnis und kein Verzeihen für Peer aufbrachte und diesen zuletzt nur noch schlecht machte … denken nun viele, dass er genau das ist, was er im Dschungelcamp widerlegen wollte. Selber Schuld. Sehr schwaches Bild. Erst top, dann hopp!

Wie über Twitter #dschungelcamp zu erfahren, will sich Mathieu am „Sonntag bei der Abschlußparty im Baumhaus von ganzem Herzen bei Peer entschuldigen“. Und weiter auf seiner Hompage: „Nach dem Gau mit Sarah versus Jay hatte ich Scheuklappen auf. Nicht Peer zeigte in diesem Fall schlechte Menschenkenntnis, sondern ich. Er hat einen kühlen Kopf behalten und ist bei sich geblieben. Danke für den Spiegel, den du mir vorgehalten hast. Alle Achtung! Ich ziehe meinen Hut vor dir Peer, mein Lieber. Ich hoffe, du wirst mir verzeihen und wir werden beide in deinem Restaurant unsere Versöhnung feiern!“

Hat Mathieu also tatsächlich ein Einsehen und meint er es ernst? Hat er sich selbst in den zurückliegenden Sendungen auf Video gesehen und ist erschrocken über sein Verhalten? Oder haben seine Image-Berater, die ihn auch in den Social Networks „vertreten“, geraten, durch eine Entschuldigung bei Peer, zu retten, was zu retten ist? Ich glaube ihm nicht mehr. Jedenfalls nicht so einfach.

„Erst top, dann hopp“ gilt auch für Indira („Wenn ich Geld hätte, würde ich sogar dafür bezahlen!“) , die nicht umhin kam, ihre Abgründe zu zeigen. Ich meine, die Frage ist schon, ob Lästern und Stutenbeißen bei Frauen nicht doch genetisch sind, also in ihrer Natur schon angelegt sind. Extremsituation fördern dann aus Gruben und Kellern den Dreck und die Leichen zutage. So auch bei Indira („Ich will nachher nicht als Schlampe dastehen.“). Sie wirkte in der ersten Woche so leicht, sehr charmant und liebenswürdig. Man gönnte ihr das Techtelmechtel mit Jay. Alles war gut. Selbst in der akuten Phase im Konflikt mit Sarah K. („Gib mir dir Ghetto-Faust, du Assi!“) benahm sie sich nicht daneben. Jedenfalls in dem, was bei den Zuschauer ankam. Aber als Sarah weg war und der Rauch langsam verflog, bemerkte man erst den Schaden, den die Intrige angerichtet hatte. Und Indira hörte nicht mehr auf im „Geheimen“ oder ganz offen gegen Peer zu lästern. Sehr abfällig, sehr verachtend. Das wollen wir nicht sehen und auch nicht hören. Deshalb durfte sie gehen. Sehr gut.

Peer beim Briefevorlesen
Peer musste zuletzt mehr weg stecken, als ihm lieb sein konnte. Dünnhäutig und aufgeweicht durch die Isolierung im Camp – die andern meiden ihn wie die Teufel das Weihwasser – kullern die Tränchen beim Verlesen der Heimatpost. Seine Schwester. Schöne Grüße.

Es ist natürlich immer wieder ein Phänomen, wie die Briefe der Angehörigen bei den Dschungelcampern einschlagen wie Tränengas. Ich glaube nicht, dass Reiner geweint hätte. Immerhin sind die Stars ja nicht 4 Wochen nach einem Flugzeugabsturz in der Wüste verschollen gewesen oder in den Anden. Richtig Wildnis war es nicht, denn sie standen ja unter Aufsicht des bösen RTL. Dass sie nun aber heulen, sentimental werden, als sie sich gegenseitig die Loyalitätsadressen ihrer Lieben verlesen, die teilweise den Charakter der Insassen recht schönfärberisch überzeichnen, spricht wir die Erschöpfung der Kandidaten. Sie sind auf, durch, ziemlich fertig. Für uns Zuschauer ist so viel Geflenne und Geheule, ist dieses Sentiment nur schwer zu ertragen. Aber was willst du machen. Der RTL will das ja so. Genau so.

Dschungelprüfung: Thomas mit Arschbombe im Dschungelsee
Thomas bei der Dschungelprüfung für alle mit Arschbombe in den Dschungelsee. Insgesamt nur ein Stern. Das Hungern geht weiter. Thomas gelingt es im Dschungelcamp geschickt, sich irgendwo da, wo es nicht wehtut zu positionieren. Er glänzt nur, wenn er aus dem Wasser steigt. Seine Einwürfe sind einfach, so dass jeder sie versteht. Er schlägt sich immer auf die Seite der Richtigen und macht kaum etwas falsch. Gar nichts macht er falsch, aber vielleicht ist das ja der Fehler? Der Fehler, der ihn nicht zum Dschungelkönig macht.

Denn nichts ist so stark wie das Mitgefühl. Mit Peer.

Katy ist aus ähnlichem Holz wie Thomas, obwohl sie mehr Ecken und Kanten besitzt. Hat ja auch mehr ge- und erlebt. Auch Katy („Liebe Grüße von deinem Steuerberater. Du solltest besser gewinnen!“) hält sich weitestgehend zurück. Bemuttert nur wenn es unbedingt sein muss den Aussätzigen Peer, erklärt ihm auf Nachfragen aber nicht, was er denn falsch gemacht hätte und warum ihn die andern so meiden. Besser raushalten. Also sieht es so aus, dass Katy drin bleibt. Wenn Jay sie im letzten Moment nicht noch einholt und zwei Anrufer mehr auf seinem Konto verbuchen kann.

Ich rufe jedenfalls für Peer an. Andere Möglichkeiten sehe ich nicht. Denn eins ist klar: Wenn morgen noch Jay geht, hat das Gute gewonnen!

Top