Vagina essen im Regencamp

Büah. Mäuseschwänze mit Nonifruchtsoße als „Spaghetti Bolognese“, Buschschwein-Vaginas als „Schaschlik“ und Hirch-Penis als „Hot Dog“! Oder wie wäre es mit einem „Strammen Max“, fermentierten (also verfaulten) Entenein an Lammhirn? Zum Kotzen und wie Ekelhaft. Diese Dscgungelprüfung im Dschungecamp 2012, die Radost streckenweise bestreikte und Kim tapfer durchhielt, werden wir nicht so schnell vergessen. Wenn wir schon vergessen haben, ist dieser tätowierte Steuersünder aus Berlin, der immer den harten machte und wen wir vergessen können, ist Jazzy, die gestern endlich das Camp verlassen musste.

Warum Frau Tackenberg, alias Jazzy, immer wieder heiter und trotzig betonen musste, dass sie im Dschungelcamp sie selbst geblieben sei, ist uns ein Rätsel. Das sei schließlich das Wichtigste, meinte sie, dass man sich selber mag. Und noch in den Spiegel kucken kann, wenn man Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! hinter sich gebracht hat. Wirklich keine Ahnung, weshalb sie solch eine Angst hatte, NICHT sie selbst zu bleiben. Wer hätte sie denn sonst sein können? Und außerdem möchte ich morgens nicht in den Spiegel sehen und Jazzy darin erblicken. Wie furchtbar.

Jazzy Tackenberg bei Ihrer EkelprüfungJazzy Tackenberg bei Ihrer ganz persönlichen Ekelprüfung mit Hamburger aus Billigfleisch und Coca Cola

Nein, sie wars zufrieden und bestellte sich an der erstbesten Fast-Food-Bude einen australischen Hamburg mit einer Cola, die sie geradezu zelebrierte. Product Placement? Heimliche Werbeverträge? Wem nach einer solchen Tortur nichts besseres einfällt, als nach diesem Fraß zu gieren, der hat auch nichts besser verdient und sollte unbedingt er selbst bleiben! Als ihre Managerin – die sicher einen gute Teil der Gage kassiert – in das Lokal kam, brach es aus der kleinen doofen Kuh heraus: Lauthals schluchzend warf sie sich der Frau an den Hals. „So etwas mache ich nie wieder …!“

Also ging es ihr doch nicht so gut, wie sie tat? Hat sie uns also doch was vorgespielt? In jedem Fall ist sie kleine miese Labertasche und ein großes Lästermäulchen. Dass sie und ihre Vorauscheider, Ramona (mit der sie die unaufhaltsame Umkreisung des eigenen Ichs teilt) und dieser andere Typ da, aus dem Camp geflogen sind, ist eine große Erleichterung. Nicht nur für uns Zuschauer, sondern auch für die anderen Stars. Beispielsweise Radost ist geradezu aufblühte ohne den negativen Einfluß von Jazzy, die von uns aus ruhig im Nirgendwo verschwinden kann.

Sie hat übrigens ihre 5 Zigaretten alle aufgeraucht, anstatt die im Camp zu lassen, wie sie es noch von Ramona eingefordert hatte. So ist sie eben. Ich und ich und ich und ich! Ganz am Schluss viel also ihre Maske. Nach dem sie sich vorher mit „Vollidioten abgeben“ musste …

Der Regenwald - Alles durchnässt im DschungelcampDer Regenwald – Alles durchnässt im Dschungelcamp

Trotzdem das Camp im Regenwald in Wassermasser versinkt, die Pritschen samt Stars durchnässt sind und ein reißender Fluß am Lagerfeuer vorbeirauscht, breitete sich nach Jazzy Auszug gute Laune aus. Muss man auch sagen. Die jetzt noch im Camp verbliebenen sind recht sympathisch und man freut sich direkt mit ihnen. Das veranlasste unseren Fussballhelden „Das Ailton“ mal aus sich rauszukommen.

Er lehrte der wissbegierigen kleinen Kim einen angesagten brasilianischen Tanz zu einem aktuell Nummer-1-Hit. „Ai Se Eu Te Pego“ heißt das Lied, wie ich über Twitter herausfinden konnte, und das bedeutet „Oh Wenn ich dich erwischen“. Das ist natürlich schlüpfrig gemeint, denn die Brasilianer sind ein sexuell sehr aktives Völkchen. Ist ja auch immer heißt und halbnackt da unten am Horn von Südamerika! Also, der Song ist jetzt nicht so überragend, aber die Mädels in diesem schönen Video sind es. Bitte schön:


Ailton und Kim tanzten zu MICHAEL TELO‘ Ai Se Eu Te Pego (OFFICIAL VIDEO 2011)

Vincent, das Räuchermännchen, beschwörte die vielen Wasser, die vom Himmel fielen. Endlich mal wieder. Doch die blöden „Moves“ gingen ihm voll auf die Eier. Wahrscheinlich ist diese brasilianischen Sambazeugs viel zu schwuchtelig für ihn, der immer noch in roten Hosen steckt.

Bemerkenswert an diesem 12. Tag im Dschungelcamp ist, dass sich Brigitte um die fast schon sichere Krone der Dschungelkönigin brachte. Denn sie ließ einen rätselhaften Abgrund in sich erkennen. Ihre Bekenntnis zu Jazzy und Radost ist gleichzeitig eine Verschwisterung mit der Lästerei. Ganz offensichtlich hängt Brigitte ihr Fähnchen nach dem Wind. Intuitiv wendet sie sich Frauen zu, deren Liebe und Sympathie – als echter Promi und Hollywoodschauspielerin – ihr wie gebratene Täubchen in den Mund zufliegen. Noch vor Kurzem schien sie mit Rocco verbündet, als es sich ums Essen drehte und Radost schon handgreiflich werden wollte. „Diese Stimme. Diese Stimme“, wunderte sich Biggi in Richtung Jazzy und Radost, die in einer Camp-Ecke über Rocco ablästerten. Dabei blieb unklar, wessen Stimme sie meinte. Jedenfalls kam die Nielsen nun mit Radost überein, dass sie von Anfang an, zwei Camp-Insassen als „falsch“ wahrnahmen und diese Vermutungen letztendlich bestätigt sagen: Micaela und Rocco würden etwas vorspielen und wären nicht „echt“, was immer das heißen mag. Micaela und Rocco machen ihre Sache jedoch sehr gut, sind sich für nichts zu schade und ließen sich bisher zu keiner einzigen Lästerei hinreißen.

Es wirft ein sehr schales Licht auf den großen Star mit dem entrückenden dänischen Akzent. Bisher wurde so etwas vom Publikum bestraft und deshalb gehe ich davon aus, dass sie sich mit dieser Nummer um den Titel gebracht hat. Sie kann nur froh sein, dass Rocco erst hinterher davon erfahren wurde. Schwaches Bild von Brigidde, trotz ihres Positivismus.

Radost und Brigitte sind nicht nur ein Team beim Frühstück aus der SchatztruheRadost und Brigitte sind nicht nur ein Team beim Frühstück aus der Schatztruhe: „Das Frühstück heute morgän war wie ein Träum!

Radost sucht am Morgen nach dem Streit mit Rocco um die Aufteilung des Essens das Gespräch mit Brigitte:
„Es ist mir sehr wichtig, weil ich dich sehr mag, dass du mir sagst, was dich stört.“
Brigitte: „Nein, da ist nichts. Er hat gesprochen, was er dachte. Ich werde es dir sagen, auch schlechte Sachen. Gibt’s keine – wirklich.“
Jazzy kommt dazu und richtet sich an Brigitte: „Mäuschen, das wollte ich dir auch noch mal sagen wegen gestern Abend – für mich hatte das nichts mit dir zu tun. Was mich nur aufgeregt hat, wir sind alle alt genug und vor allem wir drei sollten eh sagen, was wir denken.“
Brigitte: „Ich habe zu Rocco gesagt – ich kann reden wann ich will. Ich bin eine große Frau, ich kann sagen, ich brauche ein bisschen mehr. Es tut mir leid. Ich würde immer sagen.“
Radost: „Weißt du was ich glaube? Er versucht uns auseinander zu bringen.“
Brigitte: „Aber das kann er ja nicht. Uns kann niemand breaken – we are three musketeers. Wenn es nur noch vier Tage sind, das Spiel becomes hard. Jemand will schmutzig spielen. Das ist immer so.“ Jazzy: „Aber die Schauspielschule muss er draußen lassen.“
Brigitte: „Ich habe ihm gesagt, er wird guten Erfolg haben, weil er ist gut. Aber jetzt haben wir hier diese sehr starke Verbindung. Aber ich sage, es gibt zwei Personen hier, die das Spiel gewinnen wollen das ist sie (Micaela) und er.“

Richtig. Die beiden, aber auch Kim, sind erste Anwärter auf den Titel. Darauf erstmal einen Hirschpenis!

Kim kaut im Dschungelcamp bei der Dschungelprüfung auf einem Hirschpenis herumKim kaut im Dschungelcamp bei der Dschungelprüfung auf einem Hirschpenis herum

Abend wurden Briefe von den Star verlesen, die ihnen ihre Angehörigen schrieben. Na, wenn die man nicht VORHER verfasst wurden. In jedem Fall reizend, dass diese wirklich mit der Hand, anstatt am Computer geschrieben waren. Und natürlich flossen wieder Tränen, war man einmal mehr gerührt. Mir kommt das dann immer so vor, als seien diese Leute 4 Wochen auf dem Mond unterwegs oder 2 Jahre im Knast gesessen, dabei sind sie nur wenige Tage fort von zuhaus. Tja, die dürfte Ernährung, die Gruppendynamik, der ständige Regen, der mangelnde Schlaf, der Jetleg und die Dschungelprüfungen zehren an dern Nerven der Stars im Dschungelcamp.

Brigitte war von einem anrührenden Brief ihres Mannes sehr gerührt und wünscht uns, dass wir alle, zumindest für einen kuren Moment, dieses Gefühl erfahren sollten. Das fand ich toll. Besser fand ich „Das Ailton“, das einen wundervollen Text von seiner offenbar sehr sympathischen mexikanischen Frau erhielt. Das war nicht so ein Geseier und sondern bodenständig, sanft und liebe voll. Und deshalb sagte denn auch Ailton später im Dschungeltelefon dazu: „Eine große Motivier und schön, schön schlafe eute Abend!“

Das Das „Erfischungsgetränk“ der Dschungelprüfung besteht aus pürierten Maden und Kakerlaken mit Stücken

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