Tag 9: Blutegel-Angriff, doch der Preis ist Reis

Tanja bei der Dschungelpüfung mit Winfried

Das ist wahrscheinlich die Schlagzeile des Tages 9 im Dschungelcamp 2014: Larissa von schwerem Blutegel-Angriff beinahe in Ohnmacht gefallen. Oder: Dschungelprüfung – Dschungelstars mit Modder übergossen und gefedert. Aber auch: Corinna ist raus und besäuft sich im Beauty-Salon. Und: Tanja total belämmert darf noch einen Tag bleiben. Geht ebenfalls: Gabby wurde von Ex verprügelt, steht aber total auf Machos und nicht auf Softies. Mit persönlich wurde gefallen: Familien-Hotel Marolt in Kärnten total durchgeknallt! Die Website des Hotels war gestern Abend nicht mehr erreichbar. Ob das, was Larissa da preisgibt nun gut oder schlecht ist für die Geschäfte des Vaters, wird sich erst später erweisen. In jedem Fall ist es Publicity und die schadet in der Regel nicht.

Ja, das war schon ganz lustig. Die ganze Staffel ist lustig. Und so vielfältig. Durchgedrehte Hotel-Töchter, vom Jugendamt gemaßregelte Sängerinnen mit Cellulite. Ehemalige C-Promis, für die Beauty und Bier wichtiger sind als Fleisch und Pommes, wenn sie das Dschungelcamp verlassen. Porno-Sternchen mit Ballontitten, deren Online-Sexshop vom Besucheransturm zusammenbricht. Extrem-Kriminalisten, die sich an junge Hühner ranmachen. Ehemaliger Musiksender-Moderatoren, die lange nicht so selbstbewusst sind, wie sie immer tun und schwere Geschütze leichtfertig im Munde führen. Und Jochen.

Gabby im Berufsverkehr

Tja, die arme Brasilianerin hatte es nicht leicht. Ob es daran liegt, dass sie ein „Scheidungskind“ ist, lässt sich von hier aus nicht sagen. Aber der Vater ihrer Tochter hat komplett versagt, hat gesoffen, Gabby allein gelassen und verprügelt. Vernachlässigung, Gewalt, Alkohol. Millionen können davon ein Lied singen und das ist überhaupt nicht lustig. Denn die Tochter wurde ihr vom Jugendamt weggenommen und ist bei Pflegeeltern, wo es ihr gut geht. Um so unverständlicher, warum Gabby immer noch auf Machos statt auf Softies steht und weshalb sie nicht versucht, ein anderes Leben zu führen, statt sich vor aller Augen im Dschungelcamp rumzutreiben. Bitter.

Und sie prahlt weiter mit ihren Stargeschichten. Gestern die Sache mit Sido, heute erzählte sie, Justin Bieber hätte sie angebaggert. Nun ist deutlich geworden, dass sie eine ganz arme Wurst ist und in der Anerkennungsfalle sitzt. Sie braucht Bestätigung, um ihr geringes Selbstvertrauen zu stabilisieren. Dafür ist sie bereit, einen hohen Preis zu zahlen.

Den ganzen Scheiß, den sie von ihrer Popstar-Vergangenheit kannst du eh in der Pfeife rauchen.

Seid ihr alle „Ready to Rumble“? Nee, noch nicht!

Bevor sich die GANZE Meute zur Dschungelprüfung aufmacht, erzählen sie sich noch ein Bisschen vom Pferd. Gabby hatten wir schon. Aber wie siehts bei Larissa aus? Die gibt mal wieder einen Familien-Schwank zum Besten. Wir erinnern uns gerne an die Vogelspinne, die ihr Papa ihr auf den Arm legte und die sie der Oma in die Frisur schmiss. Oma sieht sie wohl nie wieder. Aber ihre Eltern-. Mutter war 15, als sie sich in Vater verliebte. Ein Traumpaar. Aber: „Die bringen sich um“, sagt sie augenzwinkernd, hätten jedoch „verrücktesten Angestellten, die die Welt je gesehen hat“! Der Geschirrspüler, der aussieht wie ein Comic-Monster mit Lila Haaren und der liebste Mensch der Welt ist. Und Engelbert, der tagsüber den Hof fegt und sich abends besäuft, aber dabei glücklich ist. Außerdem wären sie und ihre Freundin in der Hotellobby unter dem Sofa mal Zeuge eines Einbruchsgewesen, natürlich von Angestellten verübt.

„Ich glaube nichts. „Alles Fantasie“, finden Kommissar Glatzenpeter. „Bei ihr vermischen sich Alpträume, Comics und Heimatromane zu ihrem Leben.“, findet Jochen und liegt damit wahrscheinlich nah an der Wahrheit. Oder, wie Larrisas Schwestern über sie sagen: „Larissa, du hast einen Vollschaden! Du wirst dich blamieren!“

Später enddeckte man an ihrem Bein ein Blutegel, den Marco, ihr Geheimarzt, entfernen musste. „Na gut, dann werde ich ohnmächtig“, sagte sie der Panik nahe.

„Wenn ich euch genervt habe, habt ihr keine Nerven!“

Was machen eigentlich die anderen Verrückten im Camp? Mola zum Beispiel? Wir erinnern uns an die „La Mola Welle“ gestern, die als Shitstorm durch Internet schwappte. Er hatte die Zuschauer „molarisiert“ und erinnerte uns an den Film „Mola flennt“.

Der gebissene und geelektroschockte schwarze Dampfkessel sagte: „Mein Korsett, das ich für unfehlbar hielt, ist beschädigt worden!“ Er meinte damit seinen Gefühlspanzer.

Kommissar Glatzepeter dazu: „Mola denkt nicht. Der kriegt noch eine Bewusstseinsspaltung. Das liegt aber auch am Essen, das wir kriegen …“

Die Dschungelprüfung „Der Reis ist heiß“ war sehr lustig, weil alle ihr Fett wegkriegten. Dafür mussten wir zwar hinterher Melanies Ballontitten sehen – welcher Kerl findet denn so was geil? – und Gabbys versagen. Aber wir waren sehr gut unterhalten. Danke, RTL.

„Der Doktor sagt, dass wir zu wenig wandern …“

Edith Schollwer 1958: Wanderlied einer Hausfrau!

Spruch des Tages diesmal von Kommissar Glatzenpeter: „Ich wähle für die Dschungelprüfung nur die Besten und Intelligentesten. Ich wähle mich!“

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