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Dschungelcamp Tag 8: Fünf durch 10 ist 5! Ich bin ein Star – Rechnet mich raus

Sarah ist eine gesunde junge Frau, die auf Knopfdruck weinen kann. Ihre fehlt nichts, ist körperlich gesund. Mein Dr. Bob, der sich durchschaut. Ihr Geist aber von einer üblen Zivilisations-Neurose zerfressen. „Sie gehört nicht hierher“, befindet Jay, nach der vorerst letzten Dschungelprüfung bei der Sarah versagt. Nicht einmal rechnen kann sie. Aber das braucht man ja nicht als Model. Als Model muss man nur in eine Kamera passen und geldgeil sein, wie schon Heidi Klum bewies.

Viele sind höllisch genervt von diesem Mädel und ich weiß auch nicht, ob ich mir das weiter antun soll. Statt Sarah musste Frooonck das Dschungelcamp als erster verlassen. Ein Skandal. Eine Tragödie. Ich will Sarah nicht mehr sehen!

Dschungelcamp: Sarah vor dem Dschungel-Team und ihrer nächsten Dschungelprüfung
Wie eine Dschungelbäuerin stopft Sarah ihre derben Arme auf das schwindende Hüftfleisch und macht ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Was ja auch fast hinkommt. Das Publikum ist gelangweilt. Dr. Bob erfüllt seinen Auftrag und die Humoristen warten auf den Start.

Ich habe die Sache dies mal mit unseremTwitter-Account Dschungelstar live verfolgt (Suche nach #dschungelcamp oder #rtl). Ich war erleichtert, dass ich nicht der einzige bin, der Sarah scheiße findet, der sie wütend ablehnt und am Liebsten aus dem Dschungelcamp haben möchte („Ich will die alte töten“). Dennoch scheint es viele Leute zu geben, die für Sarah voten.

Ich glaube nicht, dass die Anrufen/SMS nicht kapiert haben, dass sie mit ihrem Anruf Sarah im Dschungelcamp belassen und NICHT aussortieren, wie es oft vermutet wird. Ich fürchte, viele junge Mädchen, latent neurotisch und vielleicht bisher von allen Castings abgelehnt, identifizieren sich mit dem „Opfer Sarah“. Das ist Fatal. Sarah tut zwar die ganze Zeit so, aber sie ist kein Opfer. Sie bekommt gutes Geld und diese ganze Sache zu ihrer eigenen machen. Doch sie ist noch un unreifen, innern Kämpfen mit sich selbst und ihrer Auswirkung verstrickt, die sie verrückt machen und zum Scheitern bringen. Wahrscheinlich geht es vielen 1000 Jugendlichen genauso, die sich irgendwie benachteiligt, abgelehnt und chancenlos fühlen – also als Opfer. Für Sarah und ihre Gefolgschaft haben wir deshalb eine kleine Lebenshilfe zusammengestellt. Bücher, die helfen sollen:

Vielleicht ist die Lektüre ja zu hoch gegriffen, es sind jedoch ausnahmslos Bücher, die wir selber gerne lesen würde. Es kann ja nicht schaden: Gefragt ist Persönlichkeit: Welche und wie viel darf es sein? von Holgar Raulf. Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen. von Dietrich Dörner. Wie ich das Überleben überlebte – und Mathe doch noch kapierte von Jordan Sonnenblick. Das Selbst, die Maske, der Bluff: Über die Inszenierung der eigenen Person von Manfred Prisching.

Diese Sarah Einknick, oder wie sie heißt, kostet sehr viel Kraft und Nerven. Nicht nur den Camp-Insassen, auch den Darüberschreibern. Dermaßen ermüdend ist es, dass ich kaum noch Lust verspüre über die andern Geschichten im Dschungelcamp, die es natürlich auch gab, zu berichten. Die anrührendste war natürlich die Gescichte von Adam und Eva auf Schatzsuche. RTL schickte Indira und Jay tief in den Dschungel auf Schatzsuche. Sie sollten sogar eine Nacht lang aneinandergekettet in einem schnuckeligen und „einsamen“ Schatzsuchercamp verbringen.

Nicht das jemand auf die Idee käme, der böse RTL mache das aus Gutmütig- oder gar Menschenfreundlichkeit. Nein. Das ist hier knallhart kalkuliert, da knallhartes „Fernseh-Geschäft“. Da wird nichts aber auch gar nichts dem Zufall überlassen. Und was liegt da nahe, diese Schatzsuche mit den beiden Turteltäubchen genau so aufzuziehen?

Sie bekamen frisches Bier und mussten aber eine Sanduhr vor Ablauf umdrehen. Unter dem Deckchen auf dem Bettchen schliefen sie jedoch bald mit einem Schwipschen ein.

Adam und Eva im RTL-Dschungelcamp 2011
Adam und Eva im RTL-Dschungelcamp 2011 gemeinsam auf der „Pritsche des Bieres“

Am Ende wurde Froonck rausgewählt, was mal wieder für manche Träne reichte. Viele verstanden es nicht, dass gerade der lustige Hochzeitsgeselle vom anderen Ufer das Dschungelcamp zuerst verlassen musste. Offenbar war er nicht lustig genug. Kurz zuvor war es Gitta, die auch noch Geburtstag hatte, die lang und breit und sehr diplomatisch erklärte, dass sie die Schnauze voll hatte vom Dschungelcamp und es sehr gerne verlassen würde.

Ich hatte für Thomas gestimmt, da ich fürchtete, er würde die wenigsten Stimmen bekommen. Er war derjenige, der am zurückgenommensten wirkte. Doch bei der Dschungelprüfung, die er Sarah abnahm (tauchen im Scheißebecken), glänzt er und bekam offenbar die nötigen Anrufe. Daher werde heute alle für Gitta nicht anrufen und Sarah wird weiterhin im Camp bleiben.

Ich betreite ja, dass sie eine Bereicherung für das Camp und damit die Sendung ist. Sie ist eine unerträgliche, unerträgliche Nervensäge. Ich kann sie ehrlich nicht mehr sehen!

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Dschungelcamp Tag 7 – Sarah ICH BIN EIN STAR gegen alle HOLT SIE HIER RAUS – Männerliebe und Männersehnsucht

Da fällte einem wirklich nichts mehr ein: Zum ersten Mal kneift ein Star. Zum allerersten Mal in der ruhmreichen Dschungelcamp-Geschichte versagt ein Promis den Dienst am nächsten und lehnt eine Dschungelprüfung ab. Natürlich wieder Sarah, die Camp-Pute, die scheinheilig zu einem neu entdeckten psychohygienischen Egoismus gefunden haben will. Sie hat ihre Verantwortung für die Ernährung ihren Mit-Dschungelcamper von sich gewiesen und sich dadurch endgültig ins Aus geboxt. Blöde Ziege. Sarah gegen den Rest der Welt. Sarah gegen Dschungelcamp. Die Insassen stehen Schlange, um sich über das hässiche Versagen der Camp-Zicke zu beschweren! Das muss nun endlich aufhören!

Sarah gegen den Rest der Welt und DschungelcampSarah rechtfertigt ihre Feigheit mit dünnflüssigen, unsinnigen, schwachen und scheinheiligen Argumenten

Wie eigenblind kann eigentlich ein junges Mädchen sein! Wie verwirrt und wie beschallert! Sie glaubt tatsächlich, sie könne eine Karriere als Model machen. Deshalb, weil sie Angst um Kopf und Kragen, Haut und Haarschopf hatte, lehnte sie die Dschungelprüfung ab. Und weil sie eine allergische Reaktion nach einem Insektenbiss fürchtete. Wenn das nicht hypochondrisch ist und damit neurotisch, dann weiß ich es auch nicht! Sie hätte die verflixte Dschungelprüfung anfangen sollen und wenns dann zu arg gewesen wäre, ruft sie einfach: „Ich bin ein Arsch – Holt mich hier raus!“ Aber bitte, wir wählen sie nun heute Abend raus aus dem Dschungelcamp. Im Gegensatz zu ihr, glaube ich nämlich nicht, dass sie irgendwelche Fans hat. Wer soll das denn sein?

Aber wie wählte man jetzt jemanden raus? Wo man doch FÜR seinen Star-Promi anrufen soll? Und bei Kenntnis der allgemeinen Bürgerleere zu erwarten ist, das manche Pappnase allein aus Querulantentum für Sarah anrufen wird. Somit ist Thomas vermutlich der erst der gehen muss. Von ihm haben wir nun so richtig gar nichts gesehen. Er findet irgendwie nicht statt, scheint nichts spannendes, nicht ein einzige kleines Fehlerchen zu besitzen. Beziehungsweise will er uns dieses Fehlerchen nicht auf dem Silbertablettchen präsentieren. Die Chancen also stehen gut, das erst die rausgewählt werden, die niemanden weh tun. Weil sie niemanden weh tun? Das Sendekonzept geht auf und ist knallhart!

Eva und Froonck mit der Schatztruhe im DschungelcampEva und Froonck mit der Schatztruhe voll Rotweinfläschchen. Zu schade, dass auch die doofe Sarah von dem Alkohol was abbekommen hat!

Was war noch? Ah, ja. Eine Männerfreundschaft. Wahre liebe gäbe es nur unter Männer, heißt es. Peer und Mathieu wären ein weiterer Beweis für diese uralte Behauptung. Sie könnten zwar Vater und Sohn sein. Aber warum auch nicht. Sie haben Spaß miteinander, verstehen sich gut … und kommen sich näher. Nein, beide haben Partner. Schade für die sehr sympathische und attraktive Gitta, die sich endlich eingestehen kann, dass ihr ein Lebenspartner – sie ist Single – fehlt.

Dity Dancing im Dschungelcamp 2011
Dirty Dancing im Dschungelcamp 2011

Es wird sich ja wohl ein toller Hecht finden, ein guter Kerl, ein Mann, der etwas taugt, der Gitta nach Hause führt. Nein, nicht im Camp. Aber Gitta Saxx ist eine wirklich tolle Frau. Von denen gibt es nicht allzu viele. Ja, klar, die meisten Frauen denken, sie gehören zu denen. Aber das stimmt nicht. Gitta ist doch immer noch solo und macht es sich nicht leicht. Wer ihr Herz erobert kann sich wirklich glücklich schätzen, Schätzchen!

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Dschungelcamp Tag 6 – Walter auf dem elektrischen Stuhl und Land unter

Der 6. Tag im Dschungelcamp war unglaublich lustig. Für uns Zuschauer. Für die Promis eher nicht. Aber nun so funktioniert das ja mit „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Wir sahen eine der lustigsten Dschungelprüfungen überhaupt, mit Sarah Schraube-Locker in einem elfenhaften Hirschkäferkostüm und Walter, der als Katy im Camp ist auf dem elektrischen Stuhl. Später dann soff das gesamte Camp ab, denn es schüttete wie aus Eimern.

Mistkäfer Sarah und Katy Hinter Gittern. Aber auf dem elektrischen Stuhl
Eingefleischte Fans liegen sich weinend in den Armen: Die letzte Folge „Hinter Gittern“ mit Walter auf dem elektrischen Stuhl!

Dieses beknackte Kostüm, das aber irgendwie zu Sarahs Mimik passte wie der Arsch auf den Eimer, war zum Kreischen. Katy („Hey, das ist jetzt echt Scheiße!“) im Efeuhäuschen, Stromschlägen und die Scheißekübeln hilflos ausgeliefert, erregte weniger Mitleid, als das Andauernde zucken der Lachmuskulatur. Sie schrie ihre Anweisung zur Justage des starren Stromkäfers durch den Urlaub, dass es eine Freude war. Der doofe Käfer aber schlich und schwieg und haute mitunter so Sätze raus wie: „Kann ich ein Bisschen nach oben schießen?“.

Hinter Gitter nicht. Aber auf dem elektrischen Stuhl
Katy Walter Karrenbauer hatte es nicht leicht. Nach dem Schlammassel, den Stromstößen, den Maden und dem Dreck, der über sie hereinbrach, war sie nicht nur richtig bedient und sah aus wie ein mit Scheiße begossener Pudel – sie hatte auch echt die Schnauze voll und war sicher auch auf Sarah stinksauer.

War es vielleicht doch Absicht, als Sarah („Im Verzicht liegt die Weisheit.“) kurz vorm Ende die letzten Sterne versemmelte und Katy noch ordentlich einen mit gab? Diese 30 Zentimeter zum Schluß sahen so einfach aus. Doch es machte „Tzzzt, schmodder“ und Katys Schlußsatz klang resigniert: „… ist ja auch scheiß egal – holt mich hier raus!“ Vier Sterne sind es geworden. Das Camp hungert.

Katy mutmaßte, dass sie zur Dschungelprüfung gewählt wurde, weil die Zuschauer sie scheiße finden würden. Und dass sie Walter vermissen, „weil ich ja als Katy drin bin!“ Aber wer ist denn jetzt Katy? Und wo da die mitgespielt?

Katy Karrenbauer ist Schlammassel gewohnt
Katy Karrenbauer ist Schlammassel gewohnt

Hat wir eigentlich die Frage schon erörtert, was Sarah („Lass mich mal konzentrieren!“) eigentlich beruflich macht. Oder machen will. Wir wollten uns ja nicht mehr sooo viel um sie kümmern, aber wenn sie ständig im Bild rumsteht und zu allen Dschungelprüfungen gewählt wird, kommt man nicht an ihr vorbei. Übrigens hatte die Dschungelqueen Desirée Nick, wie sie in ihrer Bild-Video-Kolumne Dschungel-Gift erzählte, 8 Dschungelprüfungen hintereinander und alle Sterne geholt. So viel dazu.

Jedenfalls ist Sarah kein Model und taugt auch nicht dazu, wie das folgende Bild beweist. Singen kann sie auch nicht, zum professionellen Tanzen ist sie wahrscheinlich mit diesem Body nicht in der Lage. Moderieren? Vielleicht eine von diesen betrügerischen und unerträglichen Anruf-Quiz-Shows, die ihr Kollege im Geiste Big Brother Jürgen schon seit Jahren moderiert. Wie sie jedenfalls so dasteht, die Arme in die Hüften gesteckt, erinnert sie eher an eine derbe und einfach gestrickte Bäuerin, als an eine ehemalige Top-Model-Kandidatin.

Sarah mit dämlichen Kopftuch als Dschungel-Bäuerin mit dem Griff nach den Sternen bzw. dem Hüftgold
Sarah mit dämlichen Kopftuch als Dschungel-Bäuerin mit dem Griff nach den Sternen bzw. dem Hüftgold

Was war noch? Nun, die Dschungelcamper kamen nicht auf den Blozen, mal bei RTL anzurufen und nach Klopapier-Nachschub zu fragen. Stattdessen rechneten sie in komplizierten Verfahren aus, wem wieviel Toilettenpapier die nächsten drei Tage zustehen würden. Wer alle Dschungelcamp-Staffeln kennt, ist klar im Vorteil. Denn Klopapier ist so ziemlich das Einzige, das unbegrenzt zur Verfügung steht.

Aber auch Gruppendynamik ist reichlich vorhanden. Auch wenn das Froonck „persönlich to much ist, das Gruppendingsbums“. Während Reiner eher diese „blöde, angeberische Street-Quatscherei“ von Sarah tierisch gegen de Strich geht. Was wiederum Dirk Bach feststellen lässt, dass Reiner, nach Jahren des Frieden- und Liebe-Predigens voller Hass ist. Vergleicht deshalb der STERN diese Sendung mit Brecht und Satre? Wahrscheinlich.

Die Moderatoren selbst reden eher vom „Aktuellen Spott-Studio“ und schalten immer gern hinterunter – ins Dschungelcamp – zu den Interviews an den Spielfeldrand. Dort sagen sich Adam und Eva „Gute Nacht“.

Und aus dem Dschungel ertönt noch ein leises Street-Gequatsche, weil die Pritschen nass sind: „Jay, zur Not schläfste halt bei mir mit, Scheiß drauf.“ Gute Nach, Sarah!

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Dschungelcamp Tag 4 – Sarahs permanenter Sprechdurchfall, Explosionen im Körper und Therapie

Sie ist dahinter gestiegen, weshalb die Zuschauer sie zur den Dschungelprüfungen wählen. Weil die voller Hass sind. Nein, nicht die Dschungelprüfungen, die sind voller Ekel und voller Schleim – nein, wir Fernsehzuschauer natürlich. Sie kommt aber nicht darauf, dass uns nur die zu gewinnenden 5.000 Euro interessieren und wir unseren Spaß haben wollen. Wie absonderlich sich dann auch darstellt, wenn Jay den pürrierten Hirschhoden ablehnte aber später Madensülze erbricht. Die Dschungelprüfung war scheußlig, eklig und kaum auszuhalten. Aber davon lebt diese RTL-Sendung nun einmal. Davon und von den Neurosen der Dschungelcamper.

Sarah und Reiner in Therapie

Schon gestern stellen wir fest, dass die neurotische Sarah das Dschungelcamp als Selbsterfahrung und Therapie nutzt. „Deutschland atmen auf – Sarah hat Groß gemacht!“ Für uns Zuschauer und offenbar auch für die Stars im Camp ist das nur schwer zu ertragen. Als Sarah unter Tränen der ganzen Welt lang und breit und endlich erklärt dass und warum sie das Dschungelcamp nun verlassen wollte, begannen die Promis im Lager vor Freude zu singen. Auch wir zuhause spürten Erleichterung.

„Good by, Ciao Ciao, auf Wiedersehen. Die Zeit mit dir war wunderschön, wenn‘s am schönsten ist muss man gehen“, sang das Dschungelcamp und wir sahen hoffungsfroh in die Zukunft. Doch Sarah wäre nicht Sarah, wenn ihre Stimmung nicht plötzlich umschlagen würde und sie sich kurzerhand entschließt, wenigstens die Dschungelprüfung noch zu machen, um danach zu sehen, wie es ihr gehen würde. Bevor sie jetzt schon ruft: „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!„.

Die folgende Dschungelprüfung war hart und extrem ekelhaft. Der arme Jay, der sich sehr tapfer schlug und sich das kaum erträgliche Gequatsche von Sarah anhören musste. Wir kennen das Ende. Er übergab sich und Neuröschen sagte ihm, dass ihre Dschungelprüfung viel schlimmer gewesen wäre. Daraufhin reichte es Jay. Der war fertig mit ihr.

Sarahs Sprechdurchfall, wie Dirk Bach es nannte, das ständige Gerede, die sinnlosen Therapieverusche durch Katy wurden endlich beendet, als Reiner sie sich schnappte. Er sagte ihr, was Sache ist und hielt ihr verbal den Spiegel vor.

„Aber ich bin ein Kämpfer, weißt du. Ich bin eine starke Frau, das weiß ich….“
Rainer fällt ihr ins Wort: „Nein, das bist du nämlich überhaupt nicht. Dass du dir das einredest ist ein Problem, weil du in den Situationen schwach bist.“
Sarah widerspricht: „Du kennst mein Leben nicht.“
Rainer: „Ich kenne dein Leben nicht, aber ich kenne dein Verhalten, und das sagt mir mehr als du mir jetzt erzählst, weil ich darin die Essenz deines Lebens in deinem Verhalten erkennen kann – wie Jeder hier. Du willst nicht hier sein, du willst dich nicht in die Gruppe integrieren – das zeigt doch auch dein Körper. Das heißt, du bist schwach, du bist nicht sozialfähig. Du bist nicht der Typ, der du dir dauernd einredest zu sein. So einfach ist das.“
Sarah: „Das stimmt alles nicht!“ Rainer: „OK, da würden die jetzt wieder sagen: beratungsresistent, hat gar keinen Zweck, mit der zu reden. Da kommt nichts an. Die ist auf ihrem Trip, ich bin, ich bin, ich bin – so sehen die dich.“

Und so was im deutschen Fernsehen! Danke, Reiner.

Ich war froh, als dieser Trip vorbei war und fand es schade, dass Sarah nicht gegangen ist. Ein Teil des RTL-Dschungelcamps lebt von den Konflikten, die solche unreifen, neurotischen Persönlichkeiten in diesen Gruppensituationen auslösen. Das ist hin und wieder erheiternd, wenn Sonja und Dirk die Dinge auf den Punkt bringen … und lächerlich machen. Ich würde mir dennoch ein anderes Niveau wünschen. Dies würde sicher eintreten, wenn Sarah das Camp verließe. Aber nun, sie wurde wieder zur Dschungelprüfung gewählt. Erwartungsgemäß. Das arme Camp.

Ich hätte gern die halbdemente Eva bei der Dschungelprüfung gesehen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! „Die Schmuckschatulle der deutschen Hochkultur.“

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Dschungelcamp 3. Tag – Sarah kackt ab

Sarah Knappik im Dschungelcamp 2011Wir kennen diese Szenen schon aus den letzten Jahren: Verstopfung im Dschungelcamp – Die Stars können nicht kacken. Vor allem die blonde Sarah Kacknik litt höllische Qualen. Nicht, dass ihr etwas weh tat. Es war, wie sie sagte, die Angst vor dem Klo. Wir zuhause schüttelen darüber die Köpfe und schieben Chips nach.

Warum haben eigentlich meistens Frauen Verstopfung? Im „Rektal der Ahnungslosen“.

Spätestens nach dieser Folge ist klar, was für Kandidaten, die wir nicht selten im Dschungelcamp wiedersehen, in den Castingsshows verheizt werden. Neurotiker. Sie leider an sich selbst und an der Welt. Ihre narzisstischen Anteile sind ausgeprägt, so dass sie nicht anders können, als nur um sich selbst zu kreisen. Ohne jedoch wirklich bei sich zu sein. Sie suchen ständig nach Anerkennung und Bewunderung und sind für ihre Umgebung sehr anstrengend. Bisher gab es in jeder Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! diese behandlungsbedürftigen Geschöpfe. Wir erinnern uns mit Grausen an Daniel Küblböck, Nadja Abd el Farrag, Ross Antony und Giulia Siegel. Es war nicht zum Aushalten – aber genau das wollen wir ja sehen.

„Ich hab vor nichts Angst. Nur vor der Toilette“, behauptete die kleine Sarah. Dies gilt auch für uns Zuschauer. Wieder Tränen, wieder Diskussion, wieder guter Rat von Katy: „… dann kümmerst Du dich nur noch um den wichtigsten Mensch in Deinem Leben. Wer ist das, wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben? Wer ist der wichtigste Mensch für Dich? Na? Du, du selbst bist es!“). Als hätte Sarah sich je um einen anderen Menschen gekümmert außer um sich selbst.

Nach 8-stündigem tränenreichen Selbstmitleid im Jammertal („Das war die schlimmste/schwierigste/schwerste Prüfung überhaupt …!“), weil sie die Prüfung verbockt hat, kommt sie endlich zu der Erkenntnis: „Ich hab auch mich selbst gehört und das ist toll!“ Flenn. Heul. Sie ist „krank“, hat einen Hackenschuss, nicht mehr alle Tassen im Schrank, eine Schraube locker. Das macht sie so anstrengend.

Der gute Bata Illic hatte übrigens 2008 eine ganz ähnliche Prüfung, nur dass in seinem unterirdischen Tunnel überhaupt keine Funzel brannte … und er sie auch durchgestanden und Essen geholt hat.

Ausgerechnet Jay, der langsam die Schnauze voll hat von Sarah, bringt es auf den Punkt: Es wäre alles halb so wild, wenn du dir nur eingestehen könntest, dass du Angst hast, dass du Angst gehabt hattest. Hätten wir Jay gar nicht zugetraut.

Wie es ihr denn so ginge, wurde sie vor ihrer Dschungelprüfung von Sonja und Dirk gefragt. Nö, gut. Es sei alles klar. Sie fühle sich wohl so in der Natur. Aha. Das sind die 2 Gesichter der Sarah, der Floskel-Else und ganz typisch für Neurotiker. Außen hui, innen Pfui. Also im Tunnel des Grauens.

Wie Dirk bemerkte, war es übrigens das 3. Mal, dass Sarah abgebrochen hat nach der Realschule und der Frisörlehre. Hehehe. Am Ende des Tages wollte sie den Abwasch nicht mehr schaffen und bat das Camp, ihre Aufgabe zu übernehmen. Sie wolle dafür morgen allen Abwasch verrichten, aber jetzt die zwei Kessel würde sie nicht mehr schaffen, sie sei total fertig, am Ende. Hatte aber die Kraft dies mehrmals zu wiederholen und mit Jay, der das zurecht nicht gelten ließ, darüber zu diskutieren. Ein junge, gesunde Frau würde ihre Arbeit auf einen 70-jährigen Mann abwälzen, das könne Jay nicht verstehe. In der Tat: Mit der Energie, die Sarah dafür aufbrachte, sich vom Abwasch zu befreien, hätte sie viel schneller die beiden Töpfe sauber bekommen.

Sarah ist also nachweislich vollends aussengesteuert. Das sind sehr viele Menschen in der Show-Branche, Musikerinnen, Schauspieler, Selbst-Darsteller. Hier kommt es nun zum Vorschein. Das Dschungelcamp als gut bezahlte Selbsterfahrung, als Therapie für neurotische Möchtegern-Popstars und Will-Models. Ich bin mir nicht sicher, ob wir das so sehen wollen.

Man könnte auch sagen: Zwischen Reiner und Sarah tun sich abgrundtiefe Welten auf, in denen die Dschungelcamp-Stars um ihre mediale Zukunft ringen.

Dazu passt die Idee eines Hamams im Dschungel. Die 100% Luftfeuchtigkeit und Schwüle reichen nicht. Nein, man muss ein extra Dampfbad im Dschungeltelefon installieren und Reiner zum Besuch einladen. Dieser genoß es sichtlich und bedankte sich artig bei seinen Gönnern.

Es bleibt also dabei: Der australische Dschungel ist „die promi-feindlichste Umgebung überhaupt!“

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