RTL-Show für die Dschungel-Zwerge: Not Welcome Home!

Was bin ich froh, dass die 9. Staffel vom Dschungelcamp endlich vorbei ist. Ich habe zum ersten Mal die letzten Tage im Camp nicht mehr verfolgt. Zu langweile Leute im Dschungel, nichts, was mich hinter dem Ofen hervorlocken könnte. Und mit diesen Pappnasen soll es jetzt weitergehen? Wenn ihr mich fragt, hüllen wir den Mantel des Vergessens über die Dschungelstars 2015. Warum, das klären wir an dieser Stelle noch einmal, damit wir die RTL-Welcome-Home-Show am Sonntag nicht sehen müssen.

Wer hat noch eine Rechnung offen? Wer startet durch? Gibt es ein Leben nach dem Dschungelcamp? Was passierte, nachdem die Dschungel-Promis wieder in Deutschland gelandet sind? Was machten die luxusentwöhnten Stars zuerst? Die Antwort gibt es in „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Welcome Home“ am 15. Februar 2015 um 20.15 Uhr, wenn sich die Promis erstmals nach ihrem harten Dschungelaufenthalt bei RTL-Moderatorin Frauke Ludowig wiedersehen. Zur besten Tatort-Sendezeit natürlich, also irrelevant.

Fangen wir mit dem an, der zurecht fehlt:

Benjamin Blümchen

Er hat im Dschungelcamp total versagt und schlug, nach dem er rausgewählt wurde, im Hotel Versace seine Freundin. Das ist der Grund, weshalb er beim großen Wiedersehen nicht dabei war. Macht auch nicht, wir können ihn getrost abhaken, er hat uns nichts gebracht und ist nicht weiter der Rede wert.

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Angelina Bachelor

Wer sich zum Bachelor meldet, um unbedingt mal ins Fernsehen zu kommen und auf die große Karriere hofft, ist nichts anderes als eine kleine Nutte. Angelina prostituierte sich ein weiteres Mal und ging mit dem hässlichsten Kopfkissen der Welt ins Dschungelcamp, wo uns die verwöhnte Göre gehörig aus den Sack ging. Auch sie verweigerte die Mitarbeit. Bis sie selber die Reis-Leine zog. Sie wurde rausgeholt, obwohl sie kein Star ist. Sie kann eigentlich gar nichts, außer niedlich aussehen und ihre Lieben terrorisieren. Ging nur wegen dem Geld ins Camp und hofft sich Folgeaufträge. Weiß nicht, wer die bucht, muss aber eine unmoralisches Unternehmung sein.

Sara Shittalk

In guter Dschungelcamp-Tradition machte Sara ihren Namenscousinen alle Ehren. Ihr permanenter Sprechdurchfall, ihr schlechtes Deutsch, die ständig angewiderte Art, die grundsätzliche Verweigerungshalten, den Mist, den sie redete erinnert uns eher an Alkoholikerinnen. Und dabei ist sie Mutter einer kleinen Tochter. Auch sie war nur wegen des Geldes im Dschungelcamp und sollte in der Öffentlichkeit keine Rolle mehr spielen. Ein Fall fürs Jugendamt.

Rebecca Lindenmops

Dass Rebecca überhaupt im Camp war, merken wir nur an ihrer Körperfülle, an der keine noch so gute Kameraführung vorbeikam. Sie nutze das Camp für eine Abnehmkur und blieb ansonsten weit hinter keinen Erwartungen zurück. Sie erhebt zwar jetzt Ansprüche als Talkmasterin, hatte aber im entscheidenden Moment, nämlich bei ihrer Dschungelprüfung versagt. Und blieb damit der allgemeinen Tendenz im Camp treu: Der Total-Verweigerung uns zu unterhalten. Nicht der Rede wert, kann in Vergessenheit geraten.

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Patricia Blanko

Die voher völlig unbekannte Tochter von Roberto Blanco nutze das Camp zur Psychotherapie und Identitätsfindung. Sie nennt sich jetzt „PhoenixP“ oder „Patricia Phoenix“ – so genau, will das aber nieman wissen – und plant eine neue Karriere als Klatschspalte. Keine Ahnung, was sie vor hat, sich öffentlich mit ihrem Vater streiten, Ok. Aber er könnte das sponsern? Ein Boxhandschuh-Hersteller vielleicht? Ist uns egal.

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Aurelius

Der italienische Diktator war ebenfalls eine Total-Ausfall. Er bejammerte hinterher, dass er mühsam auftrainierte Muskelmasse im Dschungelcamp verlor und gab sich durch die Bank weinerlich ohne zu weinen. Er sollte eigentlich mit allen Mädels im Camp gleichzeitig etwas anfangen, damit wir was zum Glotzen haben. Aber nein, der Latinlover entpuppte sich als Flachpfeife. Er wollte sogar Preisgeld kassieren und hatte die 250.000 Euro für den Dschungelcamp-Sieg schon in eine Kampfhunde-Zucht angelegt. Dieser Sacko. Auch aus seiner an sich unterhaltsamen Feindschaft zum Bundespräsidenten und Sternekoch im Camp hätte er mehr rausholen müssen. Statt dessen macht er seiner Verhaftung für „Geringverdienern“ Luft, die 1200 Euro mit Monat verdienen und sich über die Dschungelstars vorm Fernseher lustig machen würden. Arsch. Ich kannte ihn vorher nicht und werde ihn sich bis Donnerstag vergessen haben.

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Rolfe

Ein anständiges Dschungelcamp kommt nicht ohne einen Camp-Schwulen aus. Diese Rolle hatte gefälligst Rolfe zu übernehmen. Wir erkannten ihn als Juror von der komplett verblödeten Heidi Klum, die diese Woche wieder auf Sendung geht. Würg. Nun musste er sich also noch einmal im Dschungelcamp durchnudeln lasen. Von ihm haben wir uns auch viele mehr versprochen. Mehr Tränen, mehr Zickigkeit, Tuckenhaftigkeit und fernsehreife Sprüche. In diesem Sinne war der durchaus sympathische Rolfe ebenfalls ein Totalausfall. Er rührte die Nation und seine Mitinsassen sogar zu echten Tränen, als der die ergreifende Geschichte vom Tode seiner Eltern erzählte. Er ist jetzt Vollweise. Was soll nur aus ihm werden?

Der liebste Jörn

In Jörn waren sie alle verliebt. Von Maren Gilzer bis Sonja Zietlow. Vor allem aber die jüngeren Zuschauerinnen und die ganz alten Schabracken verloren ihr Herz an den harmlos-muskelbepackte Grinsekönig Jörn von Liebsein. Jörn tauchte eigentlich nirgends auf und es ist bisher unklar geblieben, wer ihn überhaupt eingeladen hat. Ich kannte ihn vorher nicht. Er könnte in einer Zahnarzt-Werbung Karriere gemacht haben, muss ich mal recherchieren. Seine Dschungelprüfungen aber meisterte Jörn mit Bravour. Da kann man ihm nichts vorwerfen. Man hätte ihn also auf jeden Fall mit ins Finale durchschleppen können, allein der Optik wegen …

Tanja Sexy Tischewitsch

Tanja Tischewitsch

Nie gehört und gesehen vorher, aber neben ihrem Partner, dem alten Bachelor, eine echte Bereicherung fürs Camp. Und damit für uns Zuschauer. Sie jammerte nicht, lästerte nicht, heulte nicht und mailte nicht. Sie war stets luftig und süße, trällerig und sexy. Auch, wenn sie so natürlich nur eine Rolle spielt, kann uns das herzlich egal sein. Wir wollen unterhalten werden und pochen auch auf unser Recht. Sie sorgte immer für einen erfrischenden Spruch, gab uns mir ihrem Dekolleté auch was fürs Auge und sorgte auch für den neuesten Tratsch, in dem sie Zugab mit dem Bachelor im Bett gewesen zu sein. Nun, wer ist das nicht. Sie hat ne Chance auf Karriere, wenn sie klug genug dafür ist. Stichwort: Ausbildung. Vielleicht eine Moderatoren-Ausbildung. Sie hätte auch Dschungel-Königin werden können, wurde aber leider nur 3.

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Walter Freiwald

Was gibt es zu ihm noch zu sagen? Er prägte die gesamte Staffel mit seiner Art uns seinen großkotzigen Sprüchen. Aber wir haben uns köstlich amüsiert und fühlten uns von ihm formidabel unterhalten. Er ist einfach der beste Moderator der Welt, der Jung-Dynamiker, Bundespräsident, Sternekoch und der neue Jauch, Mädchenschwarm, Rechenkünstler, Sänger, Familienvater und Dschungelkönig. Und er hat uns auch noch mit ehrlichen und ergreifenden Geschichten aus seiner Kindheit und seinem Beziehungsstatus unterhalten. War vorbereitet, aber so soll es sein. Auch wenn er versehentlich viel zur früh aus dem Dschungelcamp rausgewählt wurde. Die Leute haben ihn ja nicht rausgewählt, wie er erzählte, sondern nur nicht für ihn angerufen. Was wir sagen können ist, dass Walter Freiwild seine Chance im Dschungelcamp 2015 genutzt hat. Und er pokert hoch. Bis jetzt hat er noch jedes Angebot ausgeschlagen, etwa wieder einen Verkaufsshow zu moderieren oder ins Radio zu gehen. Wir werden ihn vermutlich wiedersehen. Solche Typen braucht das Fernsehen. Dringend.

Maren Gilzer

Zu Maren, der Dschungelkönigin 2015, gibt es eigentlich nicht sooo viel zu sagen. Sie hat tapfer alle Ekligkeiten der Dschungelprüfungen gegessen. Hatte nicht gejammert und gezetert. Hat den Zoff gemeistert, Walter die Leviten gelesen, was dieser nicht verkraftete. Hat ihre Frau gestanden und als Buchstabenfee bei einer Buchstabenprüfung grandios versagt, was wir sehr lustig fanden. Aber sonst? Wir gönnen es ihr, weil sie noch nie die Nummer 1 war. Und das ist ja ein sehr erstrebenswertes Lebensziel. Auch wenn sie sich die Dschungelkönigin zuhause an die Wand pappen kann. Wie wird es mit ihr weitergehen? Wie viele Heiratsangebote und Werbeverträge wird sie bekommen? Und wird sie uns daran teilhaben lassen. Ich denke, ja. Sie passt aber als Dschungelkönigin zum langweiligsten und harmloseste Dschungelcamp der Fernsehgeschichte. Insofern ist eigentlich alles gut. Oder?

Ich bin ein Star - Holt mich hier raus! Das große Finale

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